„ave maris stella„

Marienverehrung in der Alten Musik

19. – 22. Juni 2003

Schirmherr:    Herbert Kirsch, 1. Bürgermeister, Dießen

 

Donnerstag, 19. Juni 2003       19.00 Uhr

Marienmünster           Euro 20,- / 15,- (erm. 10,-)

Vespero della beata Virgine

 

Claudio Monteverdi (1567-1643)

Vokalensemble

„nuove maniera di cantar„ (München)

Instrumentalensembles

„il ponticello„ (München)

Marini-Consort (Innsbruck)

Leitung: Franz Günthner

 

Die „Marienvesper„ stellt einen Meilenstein sowohl in Monteverdis Gesamtwerk als auch in der Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts überhaupt dar. Sie verbindet den „alten„ polyphonen Stil der Renaissance mit dem „neuen„ monodischen Stil des Frühbarock, der sich vor allem durch Virtuosität und prachtvolle Klangentfaltung auszeichnet.

Die Dießener Aufführung unterscheidet sich vor allem durch die solistische Besetzung der Gesangsstimmen von der gängigen Praxis mit Chor und Solisten. Dies hat den Vorteil, stilistisch unerwünschte Wechsel zwischen Soli und Tutti zu vermeiden und ermöglicht eine lebendige Flexibilität in Tempo und Phrasierung.

 

 

Samstag, 21. Juni 2003           17.00 Uhr

St. Stephan      Euro 16,- / 12,- (erm. 8,-)

Porta Paradisi

Marienverehrung in der Renaissance

 

Stimmwerck

Franz Vitzthum, Kontratenor

Klaus Wenk, Tenor

Raimund Mlnarschik, Tenor

Christian Lehmann, Bariton

Marcus Schmidl, Bass

Michael Eberth, Orgel

Porta paradisi – Die Gottesmutter Maria gehört nach ihrem Sohn zu dem verehrungswürdigsten Personen im Heiligenhimmel. Stimmwerck singt ihr zum Lob Stücke aus der Carmina Burana, von Loyset Compére, Andreas de Silva, Cristobal de Morales und anderen Renaissance-Komponisten.

Zwischen den Gesangsteilen erklingen Orgelstücke dieser Zeit gespielt von Michael Eberth auf dem historischen Orgelpositiv (Spanien um 1600) in St. Stephan.

Der Name „Stimmwerck„, unter dem das solistische Vokalquintett firmiert, rührt von Michael Praetorius‘ „Syntagma Musicum„ her: Hier wird mit „Stimmwerck„ das bezeichnet, wozu wir heute „Akkord„ sagen.

Das Konzert-Programm „Porta paradisi„ wird in Kürze bei Cavalli-Records auf CD erscheinen.

 

 

Samstag, 21. Juni 2002           21.00 Uhr

St. Stephan      Euro 16,-; 12,- (erm. 8,-)

Rosenkranzsonaten

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)

Eva–Maria Röll, Barockvioline

Louise Songer, Orgeltruhe

Ulrike Mix, Barockcello

Ohne Titel und genaue Entstehungszeit (um 1674) ist das Manuskript der Rosenkranzsonaten überliefert, die H.I.F. Biber etwa dreißigjährig während seiner Dienstzeit beim salzburger Erzbischof Max Gandolph komponierte. Diese Serie von 15 Sonaten, denen eine Passacaglia für Violine solo angefügt ist, gewährt einen Blick in den kompositorisch unendlichen Reichtum an Variation und immer wieder neuem Schöpfen ein und der selben Satzform. Man blickt wie durch ein Kaleidoskop auf eine Fülle französischer Tanzsätze, fein diminuierter Präludien, wilder Finali und phantasievoller Variationssätze.

Jeder der Sonaten ist eine Kupferstichvignette mit Darstellungen aus dem Marienleben vorangestellt, welche die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes beschreiben. Außer bei der ersten und der Passacaglia gibt Biber für jede Sonate eine andere Stimmung der Geige an. Gerade dieses ständig wechselnde Obertonspektrum verleiht der Aufführung dieser Musik einen faszinierenden Aspekt.

Eva-Maria Röll schloß erst ihr modernes Geigenstudium in Wein bei Ernst Kovacic ab, bevor sie sich in Bremen bei Thomas Albert und in Den Haag bei Sigiswald Kuijken auf Barockgeige weiterbildete. Sie ist ständiges Mitglied von La Petite Bande, Belgien, Stimmführerin beim Barockorchester Stuttgart und als Kursdozentin auf Burg Rothenfels und in der Akademie für Alte Musik Niederbayern tätig. Der Musik von Komponistinnen widmet sie sich mit dem Ensemble „spirit of musicke Salzburg„.

 

 

Sonntag, 22. Juni 2003            18.00 Uhr

Marienmünster           Euro 20,- / 15,- (erm. 10,-)

Magnificat

Samuel Scheidt (1587-1654)

  Magnificat noni toni   für Orgel & Choralschola

Johann Hermann Schein (1586-1630)

  Magnificat   für vierstimmigen Chor a capella

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

  Magnificat D-dur BWV 243

  Kantate Gloria in excelsis BWV 191

Michaela Maria Mayer, Sopran

Henriette Meyer-Ravenstein, Alt

Rüdiger Ballhorn, Tenor

Martin Blaufelder, Bass

Fränkische Kantorei (Fürth)

Barockorchester „La Banda„ (Augsburg)

Leitung: Ingeborg Schilffarth

Das Magnificat, der Lobgesang der Maria aus dem 1. Kapitel des Lukasevangeliums, hat seinen liturgi-schen Platz im Abendgottesdienst, der sogenannten Vesper, gleichermaßen in der katholischen wie der evangelischen Kirche. Als J.S. Bach nach Leipzig kam, fand er dort die Tradition vor, dass an „normalen„ Sonntagabenden die schlichte a capella – Fassung seines ca. 100 Jahre älteren Amtsvorgängers J.H. Schein musiziert wurde, und an besonderen Festtagen die größeren Kompositionen für Soli, Chor und Orchester. So entstand auch Bach’s Magnificat; vermutlich für das erste Weihnachtsfest, das er in Leipzig feierte. In diesem Konzert werden die a capella – Fassung von Schein der festlichen Vertonung von Bach direkt gegenübergestellt.

Ingeborg Schilffarth ist Lehrbeauftragte für Dirigieren und Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth. Seit 1996 arbeitet sie als Dekanatskantorin in Fürth an St. Michael und leitet die Fränkische Kantorei. Mit diesem ca. 30 Personen starken Ensemble erarbeitete sie a capella – Werke und Oratorien aus Renaissance, Barock und Moderne.

 

 

Seminare        Do 19. – So 22. Juni 2003

Laute und historische Gitarren:                      Prof. Hans-Michael Koch (Hannover)

Barockoboe:                                                         Angelika Radowitz (Augsburg)

 

Kartenservice

Abonnement

Alle Konzerte   Euro 60,- / 45,- (erm. 30,-)

Vorverkauf

Dießen             Klosterladen im Marienmünster, Reisebüro Herrmann

Landsberg       Reisebüro Vivell

Weilheim         Reisebüro Simader

München         Hieber am Dom

 

Kartentelefon

09.00 – 12.00   Fremdenverkehrsamt             088 07   10 48

14.00 – 18.00   Organisationsbüro                088 07   912 55

e-mail: muensterkonzerte@diessen.net

www.diessen.net/marienmuenster/tage.html

Bitte beachten:

Abonnements und ermäßigte Karten sind nur über die telefonische Reservierung oder an der Abendkasse erhältlich.

Ermäßigung erhalten gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises: Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende.

 

Änderungen vorbehalten

Veranstalter:                                                                                       Kath. Pfarramt Mariä Himmelfahrt, Dießen

Organisation und künstlerische Leitung:                                        Markus Märkl und Franz Günthner

Redaktion:                                                                                          Markus Märkl

Layout:                                                                                                Creativ Werkstatt, Thaining

 

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